Oster-Workshop
Oster-Workshop KN-Life Leser backen bei Günther Osterzöpfe und Günther erzählt wo der Hase langläuft.

Bei strahlendem Sonnenschein lockten süße Osterleckereien die KN Leser in Günthers Backstube in Kiel Wellsee. Nachdem Moritz Günther die Backstubengäste herzlichen willkommen geheißen und über das Familienunternehmen in 5. Generation erzählt hatte, stimmte Moritz Günther auf das folgende Programm ein: „Sie werden auch selbst die Hände im Teig versenken“.

Vor der Teigbereitung stand das Einkleiden in Schürze und Schiffchen (der traditionellen Bäcker-Kopfbedeckung) dann ging es mit dem Bäcker und Lebensmitteltechniker Rainer Knöbel in die „gute Stube“. Hier wurde aus den einzelnen Zutaten der Teig, der nun in einem Kessel ordentlich durchgeknetet wurde.

In der anschließenden Teigruhe – „wenn der Teig liebevoll zugedeckt ein wenig ruht“, konnten noch einmal alle Zutaten genau unter die Lupe genommen werden und auch erste Fragen zum „Nachmachen zu Hause geklärt werden“. Dann ging es auch ans Werk. Teige abwiegen und nach Lust und Laune in Form bringen – auf diese Weise wurden die altbekannten Zöpfe geflochten – wie die Bäcker sie nennen – „Drei-Strang-Zöpfe“ oder aber die raffinierten „Ein-Strang-Zöpfe“.

Ein Raunen geht durch die Gruppe als Rainer Knöbel die Schritte der Herstellung wie ein Zaubertrick vorführt – „…hier einstecken, durchziehen, drehen und wieder einstecken – fertig“. – Dann aber langsam Schritt für Schritt mit allen Teilnehmern den Einstrangzopf hervorzaubert.

Nachdem alle Zöpfe, Knoten, Herzen usw. mit Ei eingestrichen und noch mit Hagelzucker dekoriert sind kommen diese „auf Gare“  – damit die Zöpfe aufgehen.

In dieser Zeit konnten die Teilnehmer sich ganz auf Ostern einstimmen. Ökotrophologin Anna Peller erzählte von Ostern bei Günther: Hase Felix, Osterknoten, Kronentörtchen und Marzipankranz sorgen seit Anfang April für Osterstimmung bei Günther. Welche Leckereien zu Ostern in aller Welt zu finden sind – von polnischem Bakka, britischem Simnel Cake bis italienischer Ostertorte konnten sich alle anschauen.

Bekannte Bräuche wie Osterfeuer, Ostereier und Ostergebäck wurden durch viele Bilder um einen kleinen Überblick weltweit ergänzt. Zu Gelächter führte so mancher Brauch; Keine Hasen in Australien sondern Osterbilbies, Kinder, die auf den Philippinen am Kopf hochgehoben werden, damit sie wachsen…

Bei entspannter Gute-Laune-Stimmung und Sonnenschein konnten sich die Teilnehmer im Anschluss mit gebuttertem Osterknoten und Kaffee stärken bevor es zum „Schieben“ an den Ofen ging und noch einmal die gesamt Backstube von Lager bis „Expedition“ – der Verteilstelle aller Backwaren – in Augenschein genommen werden konnte.

Höhepunkt war das neue „Schmuckstück“ in der Backstube von Günther – der Holzbackofen. Einige bereits bekennende Lieberhaber von Günthers Ottos Original –dem Holzofenbrot waren begeistert sehen zu können wo „Ottos Original“ gebacken wird und warum hier „alles auf das Kommando vom Ofen hört“ – „Hier kann man nicht so einfach wieder nachheizen wie zu Hause…“ erklärt Rainer Knöbel „… wenn der Ofen die richtige Temperatur hat und „abgestanden ist“ – dann muss der Rest so abgestimmt sein – dass Ottos Original in den Ofen kann..“.

In netter Runde konnten viele Fragen gestellt werden, so mancher versuchte doch einmal das Rezept für Günthers leckeren Butterstreuselkuchen herauszubekommen.

Zwischenzeitlich waren die Knoten und Zöpfe aus dem Ofen geholt worden und bereits ein wenig abgekühlt, so dass jeder „sein Meisterstück“ mitnehmen konnte.

Wir hoffen alle Teilnehmer hatten viel Freude bei uns und mit uns in der Bäckerei Günther und lassen sich Ihren Osterknote oder Osterzopf schmecken.

Bis zum nächsten Mal!

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